Stade/Estebrügge. Nach einer Woche auf dem niederländischen IJsselmeer ist die Stader Konfirmandenflotte mit 158 Kindern und 51 ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden wieder sicher an Land gegangen. Es war für alle eine ganz besondere Erfahrung – nicht nur wegen des schönen Wetters. Auf den Decks der acht Flottenschiffe herrschte eine großartige Stimmung.
Die 14-jährige Friederike aus Stade hat dafür eine Erklärung: „Am Ende konnten wir alle richtig gut miteinander umgehen. Man lernt, Streitigkeiten zu klären und auch mal eigene Interessen zurückzustellen, um mehr für das große Ganze zu tun. Besonders beim gemeinsamen Segeln: Zwei müssen ziehen, einer muss sich festhalten.“
Und wenn ein Schiff wegen eines Motorschadens einmal nicht auslaufen konnte, „wurden die Konfis einfach auf die anderen Boote verteilt – und am Abend waren sie total begeistert, wie cool die neue Gemeinschaft für einen Tag zusammengearbeitet hat.“
Inhalte und Gemeinschaft
Neben dem Segeln bot das Tagesprogramm auch inhaltliche Themen – etwa Fragen wie: Wer bin ich? Wie sehen andere mich? Was bedeutet Gemeinschaft? Wie sieht Gott mich? Eigene Gedanken wurden unter Anleitung des Teams aus Ehrenamtlichen, Diakoninnen und Pastorinnen besprochen und aufgeschrieben. Gruppenspiele, Bastelaktionen und das Entspannen auf dem Sonnendeck gehörten ebenso dazu wie die abendliche Andacht mit Liedern und Gitarrenbegleitung.
Höhepunkte
Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war das Flottenfest. „Im Hafen von Enkhuizen feierten wir ein buntes Fest, bei dem jedes Schiff ein eigenes Motto hatte“, berichtet Diakon Alfred Goldenstein, der seit 2008 festes Mitglied der Stader Flotte ist. „Die Konfis konnten an einem Tanzworkshop teilnehmen, und es gab sogar Speed-Dating“, sagt er lachend. Ein weiterer Höhepunkt war der Gottesdienst am letzten Abend, bei dem sieben Jugendliche ihre Taufe feierten – ein sehr bewegender Moment in der großen Flottengemeinschaft, der allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Persönliches Wachstum
Claudia Brandy, Pastorin der St.-Wilhadi-Gemeinde in Stade, zeigte sich beeindruckt davon, wie die Konfirmand*innen Tag für Tag mehr Verantwortung übernahmen.
„Das sieht man zum Beispiel bei der Essensvorbereitung – die Kinder zeigen jeden Tag mehr Eigeninitiative!“. Auch die großen Gruppenspiele machten viel Spaß:
Was manchen Jugendlichen am ersten Abend noch etwas peinlich war – aufzuspringen und am Strand zu singen – wurde von Abend zu Abend begeisterter und lauter.
Eine großartige Erfahrung
Die vier Stader Kirchengemeinden St. Wilhadi, St. Cosmae, Johannis und Markus segeln nun schon seit zehn Jahren gemeinsam mit ihren Konfirmandengruppen.
In diesem Jahr war erstmals auch die Gemeinde Estebrügge dabei. Stephen (18), ein ehrenamtlicher Mitarbeiter, fasst es so zusammen: „Ein Segeltörn ist einfach eine großartige Erfahrung. Man lernt viele neue Menschen kennen – und die Konfis haben alle super mitgemacht.“
Pastorin Sonja Domröse, Pressesprecherin des Kirchenkreises Stade, bestätigt: „Diese Woche auf dem Wasser bleibt für alle unvergesslich.“






